Vorsicht: Elektroscooter und Alkohol

23. August 2019 | 9:47
Kategorien: Neues im Recht

Beim E-Rollern gelten die gleichen Promillegrenzen wie beim Autofahren!

Das bedeutet:

0,0 Promille-Grenze im Straßenverkehr für Fahranfänger während ihrer Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres. Verstoßen sie dagegen, handeln sie gemäß § 24c Abs. 1 StVG ordnungswidrig.

0,3 Promille-Grenze: Wer mit 0,3 Promille Ausfallerscheinungen zeigt (z.B. Schlangenlinien, Gefährdung von Fußgängern, Verursachung Unfall, falsches Einbiegen in Einbahnstraße) gilt als relativ fahruntüchtig und kann sich sogar wegen Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) oder Straßenverkehrsgefährdung  (§ 315c StGB) strafbar machen. Je höhere die Blutalkoholkonzentration, desto geringer muss die Ausfallerscheinungen sein, um eine relative Fahruntüchtigkeit festzustellen. Neben Geld- oder Freiheitsstrafe wird i.d.R. die Fahrerlaubnis für mindestens 6 Monate entzogen (§§ 69,69 a StGB).

0,5 Promille: Wer – auch als E-Scooter-Führer – mit mehr der 0,5 Promille im Straßenverkehr unterwegs ist, handelt in jedem Fall ordnungswidrig i.S.d. § 24a StVG. Er braucht keine Ausfallerscheinungen gezeigt zu haben.

1,1 Promille: Ab 1,1 Promille gilt jeder Kraftfahrer als absolut fahruntüchtig. Es liegt in jedem Fall – auch ohne jede Ausfallerscheinungen – eine Straftat der Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) oder der Straßenverkehrsgefährdung  (§ 315c StGB). Neben der Geld- oder Freiheitsstrafe wird auf jeden Fall die Fahrerlaubnis für mindestens 6 Monate entzogen (§§ 69,69a StGB).

1,6 Promille: Ab 1,6 Promille gelten auch Radfahrer als absolut fahruntüchtig. Außerdem wird, wenn man als Kraftfahrer mit 1,6 Promille oder mehr erwischt wird, regelmäßig eine bestandene medizinisch-psychologische Untersuchung für die Neubeantragung der Fahrerlaubnis verlangt. Die Untersuchung kann auch bei Werten unter 1,6 Promille angeordnet werden.

Sehen Sie sich unsere weiteren Rechtsgebiete an.

 

Bild: Fotolia_55900586_L

Zurück zur Übersicht