Bundesverdienstkreuz

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 4. Oktober 2006
durch Bundespräsident Köhler im Schloß Bellevue in Berlin

Verleihung Bundesverdienstkreuz

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

Foto: Bundesregierung/Sandra Stein

Text, der bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 4. Oktober 2006 im Schloß Bellevue verlesen wurde:

Weit über ihre berufliche Tätigkeit hinaus engagiert sich die Vorsitzende Richterin am Landgericht Cottbus seit vielen Jahren in beeindruckender Weise für benachteiligte und straffällig gewordene Jugendliche. Neben ihrer Arbeit im Landespräventionsrat und anderen Ehrenämtern ist besonders die von ihr gegründete Jugendrechtshausbewegung hervorzuheben. Jugendrechtshäuser, die es dank ihres Einsatzes nun in fast allen Bundesländern gibt, sind Einrichtungen, die Kindern und Jugendlichen Werte und Demokratieverständnis vermitteln. Sie tragen so zur Verhinderung von Jugendkriminalität bei, fördern rechtsstaatliches Bewusstsein und stärken den Gemeinsinn.

Presseinformation des Brandenburgischen Ministeriums der Justiz
vom 4. Oktober 2006

Bundesverdienstkreuz für Cottbuser Richterin

Sigrun von Hasseln, seit 1998 Vorsitzende Richterin einer Großen Jugendstrafkammer am Landgericht Cottbus, hat anlässlich des Tages der Deutschen Einheit aus den Händen von Bundespräsident Horst Köhler das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Damit werden ihre Verdienste um die Arbeit mit Jugendlichen gewürdigt.

In der Ordensbegründung wird besonders hervorgehoben, dass Frau von Hasseln 1996 im niedersächsischen Oldenburg die Jugendrechtshausbewegung in Deutschland gründete und seitdem im ganzen Land ausbaute. Jugendrechtshäuser sind Einrichtungen, die Kindern und Jugendlichen Demokratie- und Werteschulung für ein friedliches und tolerantes Miteinander bieten und so zur Verhinderung von Jugendkriminalität beitragen sollen. Vermittelt werden vor allem Rechtsbewusstsein und Vertrauen in den Rechtsstaat.

Frau von Hasseln war Initiatorin und Mitbegründerin des am 1. Mai 1999 in Cottbus gegründeten Jugendrechtshauses. Sie ist inzwischen Vorsitzende des Bundesverbandes der Jugendrechtshäuser Deutschlands. In Brandenburg gibt es inzwischen 20 Jugendrechtshäuser.

Während der inhaltlich maßgeblich von Sigrun von Hasseln vorbereiteten “Woche der Rechtskultur” in Cottbus Ende September 2006 wurde die “Akademie für Rechtskultur und Rechtspädgogik” gegründet, deren Vorsitzende Frau von Hasseln ist. Die Akademie versteht sich als “eine der Jugend- und Erwachsenenbildung dienende Bildungs- und Forschungseinrichtung für Verantwortliche im Präventionsnetzwerk Elternhaus, Kindergarten, Jugendhilfe, Schule, Ausbildungsbetrieb und Justiz auf der Grundlage der Rechtspädagogik. Frau von Hasseln ist weiterhin Mitglied im Landespräventionsrat, in dem sie seit 2002 die Arbeitsgruppe “Kinder-, Jugend und Gewaltdelinquenz; Jugendschutz” leitet. Zudem engagiert sie sich als Vorsitzende des Vereins Recht und Gesellschaft e.V., im Deutschen Richterbund, in der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen, im Deutschen Juristentag und im Deutschen Juristinnenbund.

Justizministerin Beate Blechinger hat Frau von Hasseln sehr herzlich zu der hohen Auszeichnung gratuliert.

www.mdj.brandenburg.de > Nachrichten

Weitere Informationen:

Presseinformation der Brandenburgischen Staatskanzlei vom 4. Oktober 2004 (www.stk.brandenburg.de > Presseinformationen vom 4.10.2006), Berliner Morgenpost vom 5.10.2006, Berliner Tagesspiegel vom 4. Oktober 2006, BZ Berlin vom 4.10.2006, Das Lausitz Portal News (Online) vom 4.10.2006, Deutsche Richterzeitung Nov. 2006 (i.Vorber.), Die Welt am Sonntag im Internet vom 4.10.2006, Hamburger Abendblatt Newsticker vom 4.10.2006, Lausitzer Rundschau vom 4. + 5. Oktober 2006, Märkische Allgemeine Zeitung vom 4.+ 5. Oktober 2006, Oldenburg News – Blauer Bote. Newsticker vom 4.10.2006, RBB-Online.de, 20 Cent Tageszeitung vom 2.10.2006 u.a. (> www.google.de )

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