Werkstattband Rechtspädagogik

Von der Spaß- in die Rechts- und Verantwortungsgesellschaft

2006. Paperback 17×22 cm, 636 Seiten. ISBN 3- 8334-3638-7. 48,90 €

von Sigrun v. Hasseln
mit einem Vorwort von Prof. Dr. Dieter Rössner
und folgenden Beiträgen von

  • Dr. Stefan Büttner, Die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer (abgedruckt Teil 3 Schritt 4 I).
  • Heidi Christoffers, Tilly Timber Feten. Ein pädagogisches Projekt für zehn- bis zwölfjährige Schüler (abgedruckt Teil 4 Schritt 5 I 4).
  • Almuth Dictus, Über das Rechtsbewusstsein von Jugendlichen (abgedruckt in Teil 5, Schritt 5 V 5).
  • Prof. Dr. Wolfgang Farke, “Recht im Schulalltag”. Wie können Rechtsbewusstsein, Menschenrechts- und allgemeine Rechtskenntnisse sowie Demokratie und Werteverständnis schnell, flächendeckend und effektiv in Brandenburger Schulen vermittelt werden? (abgedruckt Teil 5 Schritt 4 IV 4).
  • Prof. Horst Fels, Didaktik (abgedruckt Teil 4 Schritt 4 VI).
  • Jens Gnisa, Die Erziehungsoffensive des Richterbundes des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Thesenpapier zum Jugendrecht vom 18.11.2004 (abgedruckt Teil 5 Schritt 4 V 3).
  • Wolf-Dieter Hasenclever, Erziehung zur Verantwortung – Grundbaustein der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Über die reformpädagogischen Grundlagen der Rechtspädagogik (abgedruckt Teil 3 Schritt 3 IV).
  • Wolf Kahl, Der Richterbund Brandenburg kämpft für den Rechtskundeunterricht: Armutszeugnis für einen Rechtsstaat (abgedruckt Teil 5 Schritt 4 V 2).
  • Erika Kraszon-Gasiorek, Das Cottbuser Jugendrechtshaus – Partner im Jugendstrafverfahren. “Auf der Suche nach Identität” – Neue Wege in der Prävention. (abgedruckt Teil 4 Schritt 6 IV).
  • Ulrike Lewandowski, Gemeinschaftsbeitrag: Das Jugendrechtshaus Erfurt als ein Modell im Rahmen der deutschlandweiten “Jugendrechtshaus-Entwicklung” (abgedruckt Teil 5 Schritt 5 V 6).
  • Matthias Markgraf, Gemeinschaftsbeitrag: Das Jugendrechtshaus Erfurt als ein Modell im Rahmen der deutschlandweiten “Jugendrechtshaus-Entwicklung” (abgedruckt Teil 5 Schritt 5 V 6).
  • Wolfgang Rupieper, Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte gehen in die Schulen (abgedruckt Teil 4 Schritt 4 VII 1).
  • Roland Schaulies, Gemeinschaftsprojekt. Gewalt Mit mir nicht (abgedruckt Teil 4 Schritt 4 VII 2).
  • Monika Sellesk, Das Kindergartenprojekt im Cottbuser Jugendrechtshaus (abgedruckt Teil 4 Schritt 3 V).
  • Claudia Teichardt, Gemeinschaftsbeitrag: Das Jugendrechtshaus Erfurt als ein Modell im Rahmen der deutschlandweiten “Jugendrechtshaus-Entwicklung” (abgedruckt Teil 5 Schritt 5 V 6).

Ein weit in die Zukunft reichendes Gesamtkonzept

In seinem Vorwort schreibt Prof. Rössner u.a.:

“Der Werkstattband über Rechtspädagogik thematisiert erstmals mit einem spezifischen und darauf konzentrierten Ansatz ein Rechts- und Erziehungsproblem, dessen Bedeutung bisher von beiden Wissenschaftsbereichen kaum erkannt und behandelt wurde. Die traditionelle Distanz der beiden Wissenschaften und deren rein fachbezogene Ausdifferenzierung haben den Blick dafür verstellt, dass einerseits die Rechtsordnung wichtige Erziehungsziele der Zivilgesellschaft und des friedlichen Zusammenlebens enthält und andererseits das Recht nicht per se Geltung erlangt, sondern in einem komplexen Erziehungsvorgang vom Einzelnen “verinnerlicht” werden muss, um das Verhalten zu bestimmen.

…..

In dem vorliegenden Band findet sich zunächst eine detailreiche und zugleich anregende Analyse zu der Grundfrage, ob die gegenwärtige Rechtsordnung als kongruenter Maßstab für eine daran orientierte Werte- und Erziehungsordnung zu dienen vermag und damit überhaupt als Grundlage zur moralischen Erziehung taugt. Die klar positive Antwort führt zum zentralen Thema des Buches, nämlich wie die äußere Friedensordnung auch zur inneren Handlungsrichtschnur der Menschen werden kann. Der Band enthält dazu erfreulich praktisch orientierte Vorschläge von der Familie über alle gesellschaftlichen Institutionen bis hin zur Justiz, die alle dazu dienen, eine Rechts- und Verantwortungsgesellschaft wachsen zu lassen. Damit liegt erstmals ein Gesamtkonzept für diesen Erziehungsbereich vor, der Theorie und Praxis der Rechtspädagogik etabliert und weit in die Zukunft reicht.”

Inhaltsübersicht

über den Werkstattband Rechtspädagogik

Widmung für Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit

Inhaltsübersicht

Inhaltsverzeichnis (ausführlich)

Vorwort: Prof. Dr. Dieter Rössner

Einführung

Teil 1. Unsere Zivilgesellschaft vor immensen Herausforderungen! Was tun?

Fakten 1: Herausforderungen der Gesellschaft. Eine Bestandsaufnahme.

Fakten 2: Reaktionen einer überforderten Gesellschaft. Menschen “außer Rand und Band.” Ende unserer Zivilgesellschaft?

Fakten 3: Das Aufhalten gesellschaftlicher Zerfallsprozesse. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Teil 2. Das Zeitalter des Rechts als Chance für Neubeginn und Frieden annehmen

Schritt 1: Krisenmanagement: Das Auffangen-Müssen des gesellschaftlichen Vakuums nach dem Wegfall der tradierten Sinnbestände.

Schritt 2: Zurück zu unseren Wurzeln. Wie funktioniert Zusammenleben nach den Erkenntnissen der Verhaltenslehre und der Kulturgeschichte der Menschheit?

Schritt 3: Unheilbar? Das ambivalente Verhältnis vieler Menschen heute zu ihrem Kulturerbe Recht.

Schritt 4: Eine neue Standortbestimmung für das Recht im globalen Alltag des 21. Jahrhunderts. Oder: Der Aufstieg des Rechts vom Tante Emma-Laden zum Weltkonzern mit multidimensionalen Funktionen, Strukturen und Eigenschaften.

Schritt 5: Die wertneutralen und Kulturen übergreifenden Regelungs-, Koordinierungs-, Ordnungs-, Schutz-, Durchsetzungs-, Friedens- und Überlebensfunktionen des Rechts im einzelnen (Stufe 1).

Schritt 6: Die international verbindliche, Kulturen übergreifende ethisch-moralische Grund-Orientierungsfunktion des Rechts im einzelnen (Stufe 2).

Schritt 7: Die Anforderungen an die äußeren und inneren Strukturen unserer innerstaatlichen Rechtsordnung, um sowohl mit internationalen Rechtsordnungen kompatibel als auch für den (jungen) Bürger als Kulturgut im Alltag akzeptabel zu sein.

Schritt 8: Recht als Brücke zur Kulturen übergreifenden globalen Verständigung.

Schritt 9: Das Begreifen der (Menschen-)Rechtsordnung auch als kongruenter, ethisch-moralischer Maßstab für unsere Werte-, Gesellschafts-, Bildungs- und Erziehungsordnung.

Teil 3. Verständigung auf die Rechtspädagogik als zeitgemäßes Bildungs- und Erziehungssystem der heutigen Zivilgesellschaft.

Schritt 1: Prüfung der Anforderungen, die an eine zeitgemäße Pädagogik zu stellen sind.

Schritt 2: Prüfung, ob ältere Bildungs- und Erziehungssysteme mit den heutigen Anforderungen an eine zeitgemäße Bildung und Erziehung nicht mehr kompatibel sind.

Schritt 3: Rechtspädagogik – ein ganzheitlicher, präventiver Bildungs- und Erziehungsansatz für ein friedliches Zusammenleben in der interkulturellen, demokratischen High-Tech-Gesellschaft.

Schritt 4: Das Aufstellen rechtspädagogischer Regeln.

Schritt 5: Die Begründung der Regeln der Rechtspädagogik.

Teil 4. Unseren Kindern im Alltag globale Grundwerte, Empathie, Vernunft und Dynamik mit Hilfe der Rechtspädagogik vermitteln

Schritt 1: Die Transformation von globalen Grundwerten in den Alltag von Elternhaus, Kindergarten, Schule, Ausbildungsbetrieb, Jugendclub, Jugendhilfe, Justiz und Jugendrechtshaus im ganzheitlichen Ansatz.

Schritt 2: Rechtspädagogik im Elternhaus. Wie können Kindern globale Grundwerte, Empathie, Vernunft und Dynamik im Elternhaus des 21. Jahrhunderts vermittelt werden?

Schritt 3: Rechtspädagogik im Kindergarten.

Schritt 4: Rechtspädagogik in der Schule und im Ausbildungsbetrieb.

Schritt 5: Rechtspädagogik im Jugendclub, bei Veranstaltungen und in den Medien.

Schritt 6: Möglichkeiten der Anwendung der Rechtspädagogik bei Kinder- und Jugenddelinquenz im außergerichtlichen Bereich und im Jugendstrafverfahren (Primäre Prävention).

Teil 5. Von der Spaß- zu einer offenen europäischen Rechts- und Verantwortungsgesellschaft wachsen

Schritt 1: Werbung für unser fortschrittliches Recht.

Schritt 2: Die Schaffung zeitgemäßer äußerer Strukturen.

Schritt 3: Die tatsächliche Bereitstellung von Haushaltsmitteln.

Schritt 4: Das zivilgesellschaftliche Engagement vieler Institutionen bei der Bildung und Erziehung für ein friedliches Zusammenleben im Rahmen einer “ARGE Rechts- und Verantwortungsgesellschaft” effektuieren.

Schritt 5: Das Netz der Jugendrechtshäuser als Börsen rund um das Recht und als Foren für innovatives zivilgesellschaftliches Engagement einer neuen Rechts- und Verantwortungsgesellschaft ausbauen.

Schritt 6: Gründung einer Akademie für Rechtskultur und Rechtspädagogik.

Zusammenfassung und Ausblick

Anhang

A. Archiv. Rund um Rechtskultur, Jugendrechtshaus und Rechtspädagogik

  1. I. Geschichtlicher Überblick
  2. II. Aus den bisherigen Aktivitäten rund um Rechtsbewusstsein, Jugendrechtshäuser und Rechtsgesellschaft. Vom 25. September 1991 bis zur Woche der Rechtskultur vom 18.- 23. September 2006.

B. Beispiel: Tagungsprogramm für eine rechtspädagogische Fortbildungswoche für Multiplikatoren

Stichwortverzeichnis (Namens- und Sachverzeichnis)

Autoren dieses Bandes

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